Chorreisen

Auch in Kammerbesetzung begeisterte der Kammerchor bei Benefizkonzert in Brasschaat

Ein kurzweiliges Wochenende erlebte der Kammerchor Bad Neuenahr-Ahrweiler bei einer Konzertreise ins belgische Brasschaat, der Partnergemeinde von Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dort erfüllten am Samstag, 21. Mai für 90 Minuten die Stimmen der 21 mitgereisten Sänger und Sängerinnen des Kammerchores Bad Neuenahr-Ahrweiler und 13 Sängerinnen und Sänger des Brasschaater Chores „Trivium cantans“ die St. Antoniuskirche.
Auch in Kammerbesetzung begeisterte der Kammerchor beim Benefizkonzert in Brasschaat

Das gemeinschaftliche Benefizkonzert der beiden Chöre fand zugunsten von „TEJO“ statt, einem Brasschaater Sozialprojekt für Jugendliche, die auf die schiefe Bahn geraten sind. Über die Partnerschaftskomitees der beiden Städte hatte der Chor bereits 2011 Kontakte geknüpft mit dem Brasschaater Chor „Trivium Cantans“. So erschallten dann am Abend beim gemeinsamen Konzert in der St Antoniuskirche geistliche und weltliche Werke unter Leitung von Ulrike Ludewig für den Kammerchor und Fernande Van de Spiegle für Trivium Cantans. Nach einem im Wechsel der beiden Chöre gesungenen Rorando Coeli, sang der Kammerchor einige weltliche Werke aus seinem letzten Programm von Schumann, Bartók und Brahms. Spirituals, von Trivium Cantans gesungen, folgten. Kleine geistliche Werke von Jacob Arcadelt, Bach, Mozart und Dyson erklangen, teilweise a cappella vorgetragen, aber auch am Klavier begleitet von der Pianistin Anna Sigalova, die sehr einfühlsam und souverän die Sängerinnen und Sänger begleitete. Zum Schluss sang das zahlreiche Publikum bei einem freudigen „Canticorum“ von Georg F. Händel begeistert mit. Obwohl der Kammerchor dieses Mal nur in „Kammerbesetzung“ auftrat, da von sonst 60-70 Sängerinnen und Sängern nur 21 mitfahren konnten, tat dies dem Klang keinen Abbruch. Das Konzert war gut besucht und so kamen als Spenden zum Schluss fast 500,-€ zusammen. Den Abend ließen die Sängerinnen und Sänger des Kammerchors um Chorleiterin Ulrike Ludewig mit den mitgereisten inaktiven Mitgliedern und Freunden sowie den Mitgliedern des belgischen und deutschen Partnerschaftskomitee vergnüglich angehen. Fröhlich und ausgelassen klang der wunderbare Tag im Restaurant des Hotels aus. Am folgenden Sonntagmorgen gestalteten beide Chöre musikalisch den Gottesdienst in der Brasschaater St. Josefskirche und trafen sich anschließend zu Kaffee und leckeren belgischen Pralinen zum gegenseitigen Austausch. Ein abwechslungsreiches Programm hatte das Partnerschaftskomitee unter der Führung von Carina Verster auf die Beine gestellt. So stand nach einem Brunch im Perron Noord, das als Sozialprojekt betrieben wird von Menschen mit Behinderung und sozial benachteiligten Menschen, die Besichtigung der Kirche „Maria ter Heiden“ mit Führung auf dem Programm, leckere belgische Pralinen mussten natürlich gekauft werden und die schönen weitläufigen Parks von Brasschaat wurden bewundert.
Der Kammerchor in den Parks von Brasschaat

Für gute Unterkunft und leckeres Essen war auch gesorgt, so dass alle rundum zufrieden am Sonntagabend den Heimweg antreten konnten. Damit das Wochenende reibungslos lief, dafür hatte Helmi Stuckenschmidt als Reiseleiterin des Kammerchores gesorgt, die den Ablauf akribisch erarbeitet hatte.
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Kammerchor auf Konzertreise in den Niederlanden

Vom 4. bis zum 5. Mai begab sich der Kammerchor Bad Neuenahr-Ahrweiler auf eine Konzertreise nach Nordbrabant, in den Süden der Niederlande.  Nach einer angenehmen Busfahrt erreichte man ’s-Hertogenbosch, eine Stadt, die etwa 80 km südöstlich von Amsterdam liegt. Bei einer sehr interessanten Stadtführung, bei der man immer wieder dem zum Teil unterirdischen Wasserlauf und der noch erhaltenen Stadtmauer begegnete,  wurde die Stadt erläutert. Man bewunderte auch das älteste Haus der Stadt aus dem 13. Jahrhundert sowie die bemerkenswerte Johannes-Kathedrale. Diese Kathedrale, die auch ein Wallfahrtsort ist, gilt als eines der kulturell wichtigsten Kirchengebäude in den Niederlanden.

Kammerchor auf Konzertreise in den Niederlanden

Es folgten ein gemütliches Mittagessen , eine wichtige Probe für das abendliche Konzert, das problemlose Einchecken ins sehr schöne Hotel, nötige Verschnaufpausen und das wohlschmeckende Abendessen. Und schließlich konzentrierte man sich auf das Konzert in der St. Catharina-Kirche, das geistliche Musik europäischer Komponisten  als Thema hatte.

Nach einem zweiminütigen Schweigen, in dem die Niederländer jedes Jahr  am 4. Mai, dem Volkstrauertag, um 20 Uhr den Zivilisten und Soldaten gedenken, die im Königreich Niederlande oder anderswo in der Welt seit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Kriegssituationen und bei friedenserhaltenden Missionen ihr Leben gelassen haben, eröffnete der Chor das Konzert in der St. Catharinakirche von s´Hertogenbosch mit dem innigen Requiem von Giacomo Puccini. Im weiteren Verlauf erklangen verschiedene Werke, wie der Psalm 23 und das Deutsche Salve Regina von Franz Schubert, die Cantique de Jean Racine von Gabriel Fauré sowie kleinere Werke von César Franck. Das Publikum dankte der sehr beeindruckenden und ergreifenden Aufführung mit lang anhaltenden und stehenden Ovationen. Fröhlich und ausgelassen klang der wunderbare Tag in der Bar des Hotels aus.

Der nächste Tag war zunächst geprägt von der feierlich musikalischen Mitgestaltung des Hochamts in der Petruskirche in Uden, nur wenige Kilometer von ’s-Hertogenbosch entfernt. Mit Ausschnitten aus der Deutschen Messe von Franz Schubert, dem Credo aus der Messe Nr. 6 von Charles Gounod sowie der Messe basse für Frauenchor von Gabriel Fauré begleitete der Chor würdig die Messe. Es wurde an den Tag der Befreiung erinnert, denn am 5. Mai wird in den Niederlanden das Ende der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg gefeiert.

Bei bestem Wetter mit herrlichem Sonnenschein genoss man ein exquisites Mittagessen in Uden. Auch beim letzten Konzert, das im Museum für religiöse Kunst in Uden stattfand, brillierte der Chor mit einem überragenden Können. Reich gedankt wurde schließlich der Chorleiterin Ekaterina Londarenko, die den Chor musikalisch hervorragend leitet.

Während der Rückfahrt im modernen Reisebus dankte man der ausgezeichneten Organisation, allen voran Stefan Giffels, der in mühevoller und monatelanger Vorbereitung die großartige Konzertreise möglich machte. Am Ende der fabelhaften Konzertreise war man sich einig darüber, dass es nicht die letzte Reise des Chores war.

Denn unter dem Motto von Bertold Auerbach „Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.“ stehen dem Chor alle Türen offen.

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Chorreise nach Brasschaat

Benefizkonzert des Kammerchors zugunsten des  Sozialprojektes „Kabas“ in der Partnerstadt Brasschaat

Unter dem Motto „Muziek schept een band“ – Musik verbindet, startete der Kammerchor am ersten Oktoberwochenende 2011 zu seiner Konzertreise ins belgische Brasschaat, der Partnergemeinde von Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hier erfüllten am Samstag, 1. Oktober für rund 90 Minuten die Stimmen der über 40 mitgereisten SängerInnen des Kammerchores und 18 SängerInnen des Brasschaater Chores „Trivium cantans“ die St. Antoniuskirche. Dieses gemeinschaftliche Benefizkonzert der beiden Chöre fand zugunsten von „Kabas“ statt, einem Brasschaater Sozialprojekt für in Not geratene Mitbürger.

Stefan Giffels, Vorsitzender des Kammerchors, hatte über die Partnerschaftskomitees der beiden Städte Kontakte geknüpft mit dem Brasschaater Chor „Trivium Cantans“. Beim gemeinsamen Konzert in der St Antoniuskirche erschallten geistliche Werke europäischer Komponisten. „Quae est ista“ und ein „Dextera Domini“ von César Franck mit seinem eindringlichen Finale sang der Kammerchor unter der Leitung des langjährigen Dirigenten Heinz-Anton Höhnen, der eingesprungen war, um die kurzfristig ausgefallene Leiterin des Kammerchores Ekaterina Londarenko zu vertreten. Die Solopartien wurden von drei Sopranistinnen aus dem Chor übernommen. Kleine geistliche Werke von Claudio Monteverdi, Mendelssohn-Bartholdy,  Leoš Janáček, Henry Purcell und Jacob Arcadelt folgten, teilweise von Trivium Cantans a cappella vorgetragen, aber auch mit der Orgel begleitet von der Pianistin Anna Sigalova, die sehr einfühlsam und souverän nicht nur die Chöre, sondern ebenso den Flötisten Siegfried Müller bei einer Sonate der Komponistin Anna Amalia v. Preußen begleitete. Ein von Trivium Cantans berührend interpretiertes „Otsche nasje“ des russischen Komponisten Alexander Archangelskij, ein zum Dahinschmelzen schönes, vom Kammerchor gesungenes „Cantique de Jean Racine“ von Gabriel Fauré, César Francks „Panis angelicus“ sowie Faurés „Tantum ergo“ zählten zu den Höhepunkten des Konzertes. Als hätte man schon immer zusammen gesungen, erklang ein von beiden Chören gemeinsam gesungenes „Sanctus“ aus der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert, gefolgt von einem freudigen „Canticorum“ von Georg F. Händel, bei dem, angeregt durch Fernande Van de Spiegle, der Leiterin von Trivium Cantans“, das zahlreiche Publikum begeistert mitsang. Beide Chöre gestalteten dann am Sonntag, 2. Oktober den Gottesdienst in der Brasschaater St. Josefkirche mit der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert.

Aber nicht nur die Messe in St. Josef und der Konzertabend in St. Antonius, sondern das ganze Wochenende stand gänzlich unter dem Motto „Musik verbindet“. Carina Verster-Rotthier vom Brasschaater Partnerschaftskomitee hatte mit ihren Leuten ein umfangreiches, sehr kurzweiliges Rahmenprogramm organisiert. Unterhaltsame Führungen, ein üppiges Frühstück bei der Anreise, ein „Frittenwagen“ nach dem Konzert, Kaffee und Kuchen nach der Messe für die Sänger und alle Mitreisenden. Das war an Gastfreundschaft kaum zu überbieten. Extra aus Bad Neuenahr-Ahrweiler angereist war der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Wolfgang Horrmann. Viele hatten dazu beigetragen, dass die Konzertreise ein Erfolg wurde. Und so stellte Brigitte Kersten die 2. Vorsitzende bei der Heimfahrt fest: „Ein Konzert, das ans Herz ging, zwei Chöre, die geglänzt haben, ein Vorsitzender mit einer hervorragenden Organisationsgabe und Traumwetter von der 1. bis zur letzten Minute! Was will man mehr?“

 

- Drei-Städte-Tour in Flandern  vom 1. bis 3. Oktober  2010  -

Der Kammerchor unternahm mit seinen Musikfreunden eine Wochenendreise mit dem Bus   ins malerische Flandern. Ein Mitglied des Chores und ein einheimisches Busunternehmen hatten die Fahrt   organisiert. Solche kleinen Fahrten werden einmal jährlich unternommen, damit sich aktive Chorsänger und die Mitglieder der Musikfreunde-Gesellschaft in lockerer Runde näher kennenlernen.

Am Anreisetag wurde die ehemalige Tuchmacherstadt Gent erkundet. Im historischen Zentrum der Altstadt bezog man das Hotel für zwei Übernachtungen und traf dort die kenntnisreiche Stadtführerin. Sie gab einen kurzen Abriss der bewegten Geschichte Flanderns. Seit 1384 gehörte Flandern den burgundischen Herzögen. Durch Heirat kam Flandern unter die Herrschaft der Habsburger, und im Genter Prinzenhof wurde der spätere Kaiser Karl V. geboren. Die Tuchmacherstadt wird allmählich reich durch ihre Webereien, erfährt ihren Niedergang durch die Industrialisierung, aber ab 1826 erfolgt der neue Aufschwung, denn der Kanal Gent-Terneuzen eröffnet  den Zugang zum Meer und zu neuen Handelsbeziehungen.Unter diesen Erläuterungen wurde die Gesellschaft am Ufer der Leie bis zur Michaelsbrücke geleitet. Dort bot sich der großartige Ausblick auf die drei Türme: Vierungsturm der Kirche St. Nicolas,  Turm vom Dom St. Bavo und Belfried. Ein Belfried ist ein ehemaliger Wachtturm, früher vom Türmer bewohnt und heute besonders beliebt wegen der kunstvollen Glockenspiele.

Der Dom mit dem bekannten Genter Altar der Gebrüder van Eyck wurde auch von innen besichtigt. Ferner sah man reiche alte Zunfthäuser, Fleischer- und Fischhalle und die Burg Gravensteen. Am Rathaus fielen die kontrastreichen Fassaden im Gotik- und im Renaissance-Stil auf. Anschließend konnten auf der Fahrt durch die Grachten weitere malerische Ecken von Gent besichtigt werden. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, bis man sich zum Abendessen in einem der gemütlichen Restaurants am Leie-Ufer wieder zusammenfand.

Der zweite Tag war der Brauereistadt Brügge gewidmet. Nach frühem Aufbruch war die Reisegesellschaft schon um 10 Uhr in Brügge, wo die Stadtführung gleich beim Beginenhof beginnen konnte. Die Beginen  waren im Mittelalter eine klosterähnliche Gemeinschaft von Frauen, die sich der Armen- und Krankenpflege widmeten. Belgien ist reich an solchen Beginenhöfen. Schwerpunkt der Führung in Brügge waren enge Durchgänge und baulich interessante Innenhöfe wie unter anderem am Gruuthuse-Museum. Die Kirche St. Salvator und die Liebfrauenkirche, der Fischmarkt, der Belfried und das Rathaus waren weitere Sehenswürdigkeiten. Zum Mittagessen versammelten sich alle Reisenden in einem großen Brauhaus beim Bauernbuffet. Anschließend konnte man sich ins geschäftige Treiben der Fußgängerzone einreihen oder eine weitere Grachtenfahrt unternehmen. Rechtzeitig zum Abendbummel war man wieder in Gent und bestaunte die fantasievoll angestrahlten alten Bauwerke.

Der Rückreisetag führte durch Antwerpen, die Diamanten- und Kunststadt, Heimat von Peter Paul Rubens. Der Stadtführer wies schwerpunktmäßig auf die krassen Unterschiede von Arm und Reich hin und zeigte das an den unterschiedlichsten Bauwerken. Seine Ausführungen  waren mit pointenreichen Anekdoten gewürzt. Auf dem Grote Markt sah man die prächtige Rathausfassade und die Liebfrauenkathedrale, hohe Giebelhäuser und den Quinten-Matseijs-Brunnen.Das Denkmal von Peter Paul Rubens konnte auf demGroenplaats besichtigt werden. Am Nachmittag hatten die Reisenden Gelegenheit, auf eigene Faust die Stadt zu erkunden und zum Beispiel die berühmten belgischen Pralinen zu kaufen. Danach ging es, an den Hafenanlagen Antwerpens vorbei, auf die Rückreise Richtung Heimat. Heitere und besinnliche Lieder, ein- und mehrstimmig gesungen, sorgten für Kurzweil im Bus, bis alle wieder wohlbehalten an ihren Heimatstandorten ankamen.


Sommerausflug des Kammerchors

Am 19. Juni 2010 machten der Kammerchor und die Gesellschaft der Musikfreunde ihren Sommerausflug mit der Brohltalbahn.

Pünktlich zum Start des Vulkan-Express traf man sich um 9.30 Uhr am Abfahrtsbahnhof in Brohl.

Für die Gesellschaft von 40 Personen war extra ein Wagen reserviert worden. Kurz nach dem Start bekam die Gesellschaft Besuch eines Vertreters vom Vulkan-Express-Team.

Er erzählte begeistert von der Gründung der IBS (Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspur-Eisenbahn e.V.) Nur durch den Einsatz dieser Idealisten wurde die Bahn vor der drohenden Stilllegung bewahrt.Die Ehrenamtlichen bemühen sich nun unermüdlich um neue Attraktionen rund ums Brohltal.

Zahlreiche Sonderfahrten werden angeboten, sogar ein Standesbeamter steht zur Verfügung, wenn man im Vulkan-Express heiraten möchte.

Die Bahn durchlief die abwechslungsreiche Strecke über Tönisstein, Nieder- und Oberzissen, danach wurde extra auf die Steilstrecke aufmerksam gemacht, die der Zug noch bis zur Endstation zu bewältigen hat. In dieser großen Kurve konnte man Burg Olbrück im Sonnenschein liegen sehen.

Von der Endstation Engeln aus unternahm die Gruppe einen gemütlichen Spaziergang zum Steinhauerdorf Weibern. Der helle Tuffstein, der dort in Steinbrüchen gefördert wird, ist Baustein der meisten Häuser in Weibern. An vielen Bauwerken kann man die kunstvoll behauenen Verzierungen in Tuffstein bewundern.

In den urgemütlichen Räumlichkeiten einer Weiberner Gastwirtschaft wurde das Mittagessen eingenommen, danach ging es in einer ausgedehnten Runde durch Wiesen und Felder wieder zur Bahnstation zurück. Viele Frauen nutzten die Gelegenheit, einen großen bunten Feldblumenstrauß zu pflücken.

Die Rückfahrt wurde unterhaltsam beim Absingen des Brohltal-Liedes und so mancher altvertrauten Volkslieder und Kanons. Die Gesellschaft dankte Herrn Folz, dem Organisator der Fahrt und machte sich, beschwingt von den Eindrücken des Sommerausflugs auf den Nachhauseweg.




Chorreise 2009 nach Dresden und Prag

In den Sommerferien hatte der Kammerchor Bad Neuenahr-Ahrweiler nach zweijähriger Pause wieder eine Busreise geplant. Dazu wurden auch die Mitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde eingeladen.Unter mehreren Vorschlägen wählte man die Studienfahrt Erfurt – Dresden – Prag aus,  die von einem hiesigen Busunternehmen angeboten wurde.

Schon im Prospekt hatte man den Reiseteilnehmern ein morgendliches Picknick am Anfahrtstag versprochen. Dieses weitete sich zu einem veritablen Sektfrühstück aus, denn eine Mitreisende hatte just an diesem Tag Geburtstag, sie zeigte sich von einer erfreulich spendablen Seite. Natürlich sang der Chor für sie ein vielstimmiges Geburtstagsständchen. Die Anreise bis Erfurt verlief glatt und ohne größere Stauungen auf Autobahnen und Bundesstraßen. In der Mittagspause wurde die Gelegenheit benutzt, um sich in der Hauptstadt Thüringens ausgiebig umzuschauen. Man konnte die berühmten Thüringer Bratwürste kosten oder sich nach Besichtigung des Doms und der Krämerbrücke eine Weile in der Eisdiele ausruhen. In der Nachmittagshitze ging es weiter quer durch die Republik, bis am frühen Abend das Ziel Dresden erreicht war.

Der Busfahrer, der unterwegs schon zahlreiche Baudenkmäler oder andere Sehenswürdigkeiten kommentierte, hatte sich auch für die Einfahrt nach Dresden einen Umweg vorgenommen. Er zeigte seinem Publikum viel Bemerkenswertes in der Landeshauptstadt von Sachsen. Das Hotel, nahe am Elbufer, nur zehn Minuten vom Zwinger entfernt, erfüllte alle Ansprüche. Es war technisch auf dem neusten Stand und bot reichhaltiges Essen und gute Schlafgelegenheiten. Für die Nachtschwärmer, die leicht zu Fuß in die Altstadt gelangten, bot Dresden alle seine Schönheiten in grandioser Nachtbeleuchtung – viel romantischer als bei der Stadtführung des nächsten Tages in der hellen Sommersonne. Der zweite Tag der Reise war vormittags ganz der Dresdenbesichtigung gewidmet. Die Stadtführerin ließ ihr Publikum zunächst per Bus allerlei Neubauten besehen. Am „Großen Garten“ mit seiner Parkeisenbahn, am Hygienischen Museum und an der Phaeton-Manufaktur ging es vorbei, auch ein Standesamt mit frisch getrautem Brautpaar wurde im Ortsteil Blasewitz gezeigt. Über die drei Elbschlösser am Neustadtufer der Elbe erzählte die Stadtführerin allerlei Geschichten, auch über das „Blaue Wunder“ und die geplante Waldschlösschen-Brücke. In der Altstadt konnte man den Bus verlassen und alle wichtigen Bauten zu Fuß bewundern: das Schloss mit seinen Innenhöfen, , das Verkehrsmuseum (leider im Umbau), Fürstenzug und Hofkirche, Semperoper und Zwinger.

Den Höhepunkt bildete zum Abschluss die Frauenkirche, die pünktlich um 12 Uhr erreicht wurde. So konnten die Musikfreunde und die Chorsänger noch die einstündige Mittagsandacht in diesem herrlichen Bauwerk miterleben. Nach dem Mittagessen versammelten sich alle Reisenden, um mitten durchs Erzgebirge nach Prag, in die „Goldene Stadt“ an der Moldau zu fahren. Auch hier war das 19stöckige Hotel außerhalb des Zentrum gelegen, man konnte die Innenstadt abends nur mit S-Bahn oder Taxi erreichen. Im Hotel gab es aber alternativ eine gemütliche Bar und in nächster Nachbarschaft hatte sogar die Spielbank geöffnet. Der nächste Tag begann genau so wie tags zuvor mit der Stadtführung, zunächst im Bus, um verschiedene schöne Ausblicke auf den Hradschin und die vieltürmige Altstadt zu geniessen.

Die wechselvolle Geschichte dieser Hauptstadt Tschechiens wurde ausführlich erläutert. Danach durfte ein Bummel über die berühmte Karlsbrücke nicht fehlen  Im Zentrum wurde den Reisenden der Altstadtring mit seinem Rathaus, die astronomische Uhr, das Husdenkmal und die Teynkirche gezeigt. Wer rechtzeitig da war, konnte um 13 Uhr das „Figurenlaufen“ an der Rathausuhr mitverfolgen. Am frühen Nachmittag versammelte sich alles am Landesteg, um mit dem Schiff „Clara“ eine nette kleine Moldaufahrt mitzumachen. Im Vorbeifahren grüßte der Hradschin mit dem prächtigen Veitsdom zum Fluss hinunter, mehrere der zahlreichen Moldaubrücken wurden von unten besehen. Wieder angelandet, zerstreute sich die Gesellschaft, um Andenken zu kaufen oder einen Kaffee zu sich zu nehmen. Der Bus transportierte alle wieder ins Hotel zur zweiten Übernachtung . Der letzte Tag der Reise begann am kühlen Morgen und führte quer durch Tschechien und den Oberpfälzer Wald. Durch Wiesen und Wälder zog die Autobahn dahin und bot wenig Sehenswürdigkeiten, Aber der Kammerchor und seine Freunde verkürzten sich die Zeit mit dem Singen von Wanderliedern, Scherzliedern und Kanons. Der Busfahrer musste im Sonntagsverkehr mit mehreren großen und kleinen Staus kämpfen, hat auch einen davon elegant umfahren. Er brachte alle Mitreisenden sicher, mit nur wenigen Minuten Verspätung in die Heimat zurück.