Am 19. Juni 2010 machten der Kammerchor und die Gesellschaft der Musikfreunde ihren Sommerausflug mit der Brohltalbahn.
Pünktlich zum Start des Vulkan-Express traf man sich um 9.30 Uhr am Abfahrtsbahnhof in Brohl.
Für die Gesellschaft von 40 Personen war extra ein Wagen reserviert worden. Kurz nach dem Start bekam die Gesellschaft Besuch eines Vertreters vom Vulkan-Express-Team.
Er erzählte begeistert von der Gründung der IBS (Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspur-Eisenbahn e.V.) Nur durch den Einsatz dieser Idealisten wurde die Bahn vor der drohenden Stilllegung bewahrt.Die Ehrenamtlichen bemühen sich nun unermüdlich um neue Attraktionen rund ums Brohltal.
Zahlreiche Sonderfahrten werden angeboten, sogar ein Standesbeamter steht zur Verfügung, wenn man im Vulkan-Express heiraten möchte.
Die Bahn durchlief die abwechslungsreiche Strecke über Tönisstein, Nieder- und Oberzissen, danach wurde extra auf die Steilstrecke aufmerksam gemacht, die der Zug noch bis zur Endstation zu bewältigen hat. In dieser großen Kurve konnte man Burg Olbrück im Sonnenschein liegen sehen.
Von der Endstation Engeln aus unternahm die Gruppe einen gemütlichen Spaziergang zum Steinhauerdorf Weibern. Der helle Tuffstein, der dort in Steinbrüchen gefördert wird, ist Baustein der meisten Häuser in Weibern. An vielen Bauwerken kann man die kunstvoll behauenen Verzierungen in Tuffstein bewundern.
In den urgemütlichen Räumlichkeiten einer Weiberner Gastwirtschaft wurde das Mittagessen eingenommen, danach ging es in einer ausgedehnten Runde durch Wiesen und Felder wieder zur Bahnstation zurück. Viele Frauen nutzten die Gelegenheit, einen großen bunten Feldblumenstrauß zu pflücken.
Die Rückfahrt wurde unterhaltsam beim Absingen des Brohltal-Liedes und so mancher altvertrauten Volkslieder und Kanons.
Die Gesellschaft dankte
Herrn Folz, dem Organisator der Fahrt, und machte sich, beschwingt von den Eindrücken
des Sommerausflugs, auf den Nachhauseweg.
In den Sommerferien hatte der Kammerchor Bad Neuenahr-Ahrweiler nach zweijähriger Pause wieder eine Busreise geplant. Dazu wurden auch die Mitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde eingeladen.Unter mehreren Vorschlägen wählte man die Studienfahrt Erfurt – Dresden – Prag aus, die von einem hiesigen Busunternehmen angeboten wurde.
Schon im Prospekt hatte man den
Reiseteilnehmern ein morgendliches Picknick am Anfahrtstag versprochen. Dieses
weitete sich zu einem veritablen Sektfrühstück aus, denn eine Mitreisende hatte
just an diesem Tag Geburtstag, sie zeigte sich von einer erfreulich spendablen
Seite. Natürlich sang der Chor für sie ein vielstimmiges Geburtstagsständchen.
Die Anreise bis Erfurt verlief glatt und ohne größere Stauungen auf Autobahnen
und Bundesstraßen. In der Mittagspause wurde die Gelegenheit benutzt, um sich
in der Hauptstadt Thüringens ausgiebig umzuschauen. Man konnte die berühmten
Thüringer Bratwürste kosten oder sich nach Besichtigung des Doms und der Krämerbrücke
eine Weile in der Eisdiele ausruhen. In der Nachmittagshitze ging es weiter
quer durch die Republik, bis am frühen Abend das Ziel Dresden erreicht war.
Der Busfahrer, der unterwegs schon zahlreiche Baudenkmäler oder andere Sehenswürdigkeiten kommentierte, hatte sich auch für die Einfahrt nach Dresden einen Umweg vorgenommen. Er zeigte seinem Publikum viel Bemerkenswertes in der Landeshauptstadt von Sachsen. Das Hotel, nahe am Elbufer, nur zehn Minuten vom Zwinger entfernt, erfüllte alle Ansprüche. Es war technisch auf dem neusten Stand und bot reichhaltiges Essen und gute Schlafgelegenheiten. Für die Nachtschwärmer, die leicht zu Fuß in die Altstadt gelangten, bot Dresden alle seine Schönheiten in grandioser Nachtbeleuchtung – viel romantischer als bei der Stadtführung des nächsten Tages in der hellen Sommersonne. Der zweite Tag der Reise war vormittags ganz der Dresdenbesichtigung gewidmet. Die Stadtführerin ließ ihr Publikum zunächst per Bus allerlei Neubauten besehen. Am „Großen Garten“ mit seiner Parkeisenbahn, am Hygienischen Museum und an der Phaeton-Manufaktur ging es vorbei, auch ein Standesamt mit frisch getrautem Brautpaar wurde im Ortsteil Blasewitz gezeigt. Über die drei Elbschlösser am Neustadtufer der Elbe erzählte die Stadtführerin allerlei Geschichten, auch über das „Blaue Wunder“ und die geplante Waldschlösschen-Brücke. In der Altstadt konnte man den Bus verlassen und alle wichtigen Bauten zu Fuß bewundern: das Schloss mit seinen Innenhöfen, , das Verkehrsmuseum (leider im Umbau), Fürstenzug und Hofkirche, Semperoper und Zwinger.

Den Höhepunkt bildete zum Abschluss die Frauenkirche, die pünktlich um 12 Uhr erreicht wurde. So konnten die Musikfreunde und die Chorsänger noch die einstündige Mittagsandacht in diesem herrlichen Bauwerk miterleben. Nach dem Mittagessen versammelten sich alle Reisenden, um mitten durchs Erzgebirge nach Prag, in die „Goldene Stadt“ an der Moldau zu fahren. Auch hier war das 19stöckige Hotel außerhalb des Zentrum gelegen, man konnte die Innenstadt abends nur mit S-Bahn oder Taxi erreichen. Im Hotel gab es aber alternativ eine gemütliche Bar und in nächster Nachbarschaft hatte sogar die Spielbank geöffnet. Der nächste Tag begann genau so wie tags zuvor mit der Stadtführung, zunächst im Bus, um verschiedene schöne Ausblicke auf den Hradschin und die vieltürmige Altstadt zu geniessen.
Die wechselvolle Geschichte dieser Hauptstadt Tschechiens wurde ausführlich erläutert. Danach durfte ein Bummel über die berühmte Karlsbrücke nicht fehlen Im Zentrum wurde den Reisenden der Altstadtring mit seinem Rathaus, die astronomische Uhr, das Husdenkmal und die Teynkirche gezeigt. Wer rechtzeitig da war, konnte um 13 Uhr das „Figurenlaufen“ an der Rathausuhr mitverfolgen. Am frühen Nachmittag versammelte sich alles am Landesteg, um mit dem Schiff „Clara“ eine nette kleine Moldaufahrt mitzumachen. Im Vorbeifahren grüßte der Hradschin mit dem prächtigen Veitsdom zum Fluss hinunter, mehrere der zahlreichen Moldaubrücken wurden von unten besehen. Wieder angelandet, zerstreute sich die Gesellschaft, um Andenken zu kaufen oder einen Kaffee zu sich zu nehmen. Der Bus transportierte alle wieder ins Hotel zur zweiten Übernachtung . Der letzte Tag der Reise begann am kühlen Morgen und führte quer durch Tschechien und den Oberpfälzer Wald. Durch Wiesen und Wälder zog die Autobahn dahin und bot wenig Sehenswürdigkeiten, Aber der Kammerchor und seine Freunde verkürzten sich die Zeit mit dem Singen von Wanderliedern, Scherzliedern und Kanons. Der Busfahrer musste im Sonntagsverkehr mit mehreren großen und kleinen Staus kämpfen, hat auch einen davon elegant umfahren. Er brachte alle Mitreisenden sicher, mit nur wenigen Minuten Verspätung in die Heimat zurück.
